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Dialog-backdrop Hilfe im Kampf gegen Fälscher in ChinaProduktpiraten in China jagen europäischen Unternehmen rund ein Fünftel des potenziellen Geschäfts vor Ort ab. Brüssel. Sieben von zehn Betrieben, die im Reich der Mitte tätig sind, hatten schon mit Verletzung ihrer geistigen Eigentumsrechte zu kämpfen. Dennoch verzichten viele Unternehmen auf rechtlichen Schutz, berichtet Verena Nowotny, Leiterin des Shanghai- Büros der österreichischen Förderbank Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws). Bürokratie-Dschungel Ein Grund dafür ist die überwältigende Bürokratie: Allein auf Ebene des Zentralstaats sind laut Nowotny 16 Behörden mit Fragen des geistigen Eigentums betraut, dazu kommen noch unterschiedliche regionale Bestimmungen. Auch die sprachlichen Probleme und die Kosten führen zu Verzicht auf Patentschutz Wer via chinesischem Anwalt ein Patent anmeldet, müsse mit Kosten von 4000 € rechnen, sagt Georg Buch tela, Patentexperte des aws. Der Weg über einen österreichischen Anwalt schlage etwa mit 7000 € zu Buche. Um Unternehmen einen nerven- und kostensparenden Schutz zu ermöglichen, bietet die aws Unterstützung an, für KMU gibt es auch Zuschüsse. Die Patentkosten können so auf 500 € bis 1000 € gesenkt werden, ergänzt Buchtela. Nowotny betont, dass es in China zunehmend zu Patenthandel kommt: Chinesische Unternehmen melden bisher nicht geschützte Marken oder Patente an und lassen sich die Rechte vom tatsächlichen Eigentümer teuer abkaufen. Patent-Boom in China Jährlich werden rund 100.000 Patente in China angemeldet. In Österreich sind es laut Buchtela 2000 bis 3000. China war 2005 nach Japan, den USA und Südkorea das Land mit der vierthöchsten Zahl an Patent-Neuzugängen. |
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