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Dialog-backdrop Freud und Leid von DienstreisenReisekostenvergütungen und deren steuerliche Behandlung gehören zu den in Theorie und Praxis meistdiskutierten Themen des beruflichen Alltags. Nicht zuletzt deshalb, weil der Steuerzahler selbst davon betroffen ist. vergrößernGrafik
In einigen Berufszweigen erreicht der Anteil der Reisekosten an der Entlohnung ein Ausmaß, das deutlich über einen reinen Aufwandsersatz hinausgeht. Reisekosten wirken sich somit erheblich auf das Nettoeinkommen und damit die Kaufkraft des Einzelnen aus, aber auch auf die Lohnnebenkosten für Unternehmer. Für die Steuerfreiheit der Reisekosten für Dienstnehmer sind einige Voraussetzungen zu erfüllen, unter anderem eine lückenlose und exkate Dokumentation jeder einzelnen Dienstreise. Die Regelwerke Im Zweifelsfall greifen Personalverrechner gern zu den Lohnsteuerrichtlinien. Doch volle Rechtssicherheit bieten diese nicht, da sie nur eine Richtlinie bzw. Arbeitsunterlage für den prüfenden Beamten darstellen, die eine möglichst einheitliche Rechtsauslegung sicherstellen sollen. Die Uneinheitlichkeit des Regelwerks steigert den Verwaltungsaufwand für Arbeitgeber. Vorausgesetzt, dieser bemüht sich um eine korrekte Abrechnung und hat Interesse an einer Steuerminderung für seine Mitarbeiter, was sich auch auf die Mitarbeiterzufriedenheit bei der Entlohnung auszahlt, wenn Reisekostenvergütungen in die Tasche des Dienstnehmers statt an das Finanzamt fließen. Warten auf die Reform Die Berechnung Zu beachten ist allerdings, dass für die Ausbezahlung des steuerfreien Taggeldes ein zeitliches Limit bestehen kann. Nur wenn ein Kollektivvertrag anzuwenden ist, der eine entsprechende Dienstreiseregelung trifft, bleibt das Taggeld ohne zeitliche Beschränkung steuerfrei. Gibt es keinen Kollektivvertrag oder ist in diesem keine dezidierte Reisekostenregelung zu finden, ist auf das EStG zurückzugreifen. Und hier ist laut Gesetzgeber Folgendes zu überprüfen: Die Orientierungsphasen Wird ein Ort für mehr als sechs Monate nicht mehr angefahren, darf der Reisende vergessen haben, wie er sich an diesem Ort preiswert verpflegt: Die Orientierungsphase fängt von Neuem an. Wer versucht, sich die Mühen mit den Taggeldern zu ersparen, wird Dienstorte "optimieren", bis hin zur Anmeldung von Dienstnehmern vor Ort. Bei mehrfacher Entsendung derselben Person binnen kurzer Zeit an den gleichen Ort diese bei der Gebietskrankenkasse an- und wieder abzumelden, ist nicht empfehlenswert und hält voraussichtlich nur bis zur nächsten GPLA (Gemeinsame Prüfung lohnabhängiger Abgaben). Reisespesen sind für Handelsagenturen, die einen oder mehrere Mitarbeiter entsenden, ein großer administrativer Aufwand und stellen auch viele Programmanbieter vor neue Herausforderungen. * Die Autorin Leiterin der Personalverrechnungsabteilung der Auditreu in Wien mehr Zeitung…
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