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Micro Strategy will im zweiten Anlauf an die Spitze

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von Thomas Jäkle | 11.01.2010 | 19:52

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Micro Strategy will im zweiten Anlauf an die Spitze

Business Intelligence: US-Softwarehersteller Micro Strategy will als Billigsdorfer den Markt von hinten aufrollen

Peroutka

Für Micro Strategy soll Wolfgang Mayer mit einem Mini-Team das Geschäft in Österreich aus den Startlöchern bringen

Facts

Milliarden-Poker
2008 wurde mit Business Intelligence Software weltweit ein Umsatz von 6,1 Milliarden € erzielt, was einem Plus von 21,7 Prozent gegenüber 2007 entspricht. SAP ist Spitzenreiter in diesem Nischenmarkt (22,3 Prozent Marktanteil) vor SAS Institute und Oracle (je 14,6 Prozent) und IBM (11,3 Prozent). Dahinter folgen Microsoft (7,7 Prozent) und Micro Strategy (3,2 Prozent).

Seit 2007 dreht sich das Übernahmekarussell kräftig: SAP hat Business Objects (für 4,8 Mrd. €) übernommen, Oracle kaufte Hyperion (2,2 Mrd. €), IBM hat mit Cognos und SPSS (3,4 Mrd. € und 0,8 Mrd. €) gleich zwei BI-Software Companys geschluckt.

Seit Ende 2006 versucht der an der Nasdaq notierte US-Spezialsoftwarehersteller Micro Strategy in Österreich mit einer eigenen Niederlassung einen Neustart. Im Jahr 2000, am Höhepunkt der Dotcom-Blase, hatte sich das Softwarehaus aus Österreich zurückgezogen. „Ich bin zufrieden mit der Entwicklung", erklärt Wolfgang Mayer, Country Manager von Micro Strategy in Österreich. Im Ergebnis 2007 wurde laut Firmenbuch in Österreich ein Minus von 622.675 € bei einem Umsatz von 308.273 € verbucht. „Das ist nur eine taktische Zahl", ­beschwichtigt Mayer. Neuere Angaben zu Umsätzen und Ertrag darf der Country Manager allerdings nicht nennen.
1900 Mitarbeiter in 24 Ländern hatten für den Softwarekonzern im dritten Quartal 2009 den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 104 Mio. $ (71,5 Millionen €) gesteigert. Der Börsenkurs hat sich seit März 2009 nahezu verdreifacht. „Wir erwarten in Österreich Umsatzzuwächse in zweistelliger Höhe", erklärt Mayer. Das Marketsegment mit Analyseprogrammen (im Jargon „Business Intelligence Software") sei von der Finanzkrise nicht betroffen. Vor allem im Finanzsektor und in der Industrie will sich der US-Hersteller gegen die Branchenriesen wie SAP, SAS Institute, Oracle oder IBM positionieren. Mit den Analyse- und Reporting-Programmen sollen Unternehmen auf Knopfdruck grafisch aufbereitet Geschäftsdaten (wie Verkaufszahlen, Deckungsbeiträge) erhalten.

Fokus auf KMU
Mit einem Mini-Team von zehn Mitarbeitern will MS-Chef Mayer in Österreich der Konkurrenz die Stirn bieten. Zum Direktvertrieb soll via Partner, „insbesondere in den Bundesländern", der Absatz auch auf Klein- und Mittelbetriebe fokussiert werden. „Wir sind ein Drittel billiger als die Konkurrenz", behauptet ­Mayer. „Man bekommt bei uns wie auch bei Hofer Qualität, also hochwertige Produkte zu günstigen Preisen."

 

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