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Dialog-backdrop "Wir machen eine Medienrevolution"Die Telekom Austria ist wild entschlossen, Österreich mit digitalem, interaktivem Fernsehen zu überziehen. Die vorgesehenen Investitionen dafür sind durchaus stattlich. Die Telekom Austria (TA) kommt ihren Ziel, Österreich mit Internet-TV auszustatten, schrittweise näher. Gerade erst wurde mit St. Pölten die letzte Landeshauptstadt ans Netz angeschlossen, nun folgen die Bezirkshauptstädte, sagt Helmut Leopold, Leiter des Technologiemanagements der Telekom Austria-Festnetzsparte. Das hehre Ziel sei nichts weniger, als "die grosse Medienrevolution" zu starten. Statt herkömmlicher Fernsehangebote will die TA interaktive Dienste, Video On Demand und andere Möglichkeiten wie von Kunden selbst generierte Inhalte bis hin zu neuen Geschäftsmodellen bei Werbeformaten in dem Angebot namens "aonDigital TV" anbieten. Gut Ding braucht allerdings Weile: Das Projekt, das im Rahmen der laufenden Breitbandinvestitionen der TA in Höhe von 750 Millionen € finanziert wird, startete bereits im Jahr 2004. Seither wird in der kleinen oberösterreichischen Gemeinde Engerwitzdorf das Internet-TV sozusagen am Objekt (2500 Haushalte, 8000 Einwohner) getestet. "Das Feedback ist überwältigend", meint Leopold. Die Bewohner würden die Möglichkeiten von selbst erstelltem Gemeinde- oder Vereinsfernsehen bis zum interaktiven Community-Building voll ausschöpfen. Dies gelte es, auf die österreichweite Ebene zu heben. Ein weiter Weg Bis zur kommerziellen Umsetzung ist es allerdings noch ein weiter Weg. Zur Zeit läuft etwa in Wien eine Werbekampagne für "aonDigital TV". Insgesamt gibt es bis jetzt nur rund 4000 zahlende Kunden für das Angebot, von den Zielen ist man also noch weit entfernt: Technisch gesehen könnten schon mehr als 700.000 Haushalte, die bereits mit ADSL-Technik der TA ausgestattet sind, auch Internet-TV nutzen. Doch die TA versucht mit verschiedensten Projekten, die neuen Möglichkeiten des digitalen Fernsehens auszuloten, etwa im gerade laufenden, von der EU mit 15,6 Millionen € geförderten "Citizen Media Project". Mit diesem sollen u.a. neue "Rollenmodelle" für interaktives Fernsehen von und für Bürger ausgelotet werden, sagt Marc Miletich, Chef des österreichischen Medienanwendungsentwicklers Sonovista und Projektteilnehmer. "Citizen Media"-Projekte laufen auch in Oslo und in Köln. Die TA will sich durchaus noch etwas Zeit lassen, bis sie mit der "Medienrevolution" ins Verdienen kommt. Wichtig sei allerdings, den Schwund herkömmlicher Festnetzkunden damit früher oder später zu subsumieren, mit "richtigen Hardcore-Business-Modellen auch für die Werbewirtschaft", wie Leopold meint. Nachsatz: "Bis 2020 sollte es aber nicht dauern". Kommentare… Kommentar hinzufügen… |
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2 Kommentare
Technik ohne Content?
Da pulvert man Millionen in die Technik aber beim Inhalt bleibt ein Fragezeichen. Ein ziemlich gut durchdachtes Geschäftsmodell, oder?
Von Gast: Gast: User am 06.09.2007 um 21:58
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Re: wird schon einen Grund haben
warum z.B. in Kroatien seit 2006 schon mehr als 3x so viele Leute IPTV schauen als seit 2004 (!!!) in Österreich...
Von Gast: Gast: insider am 07.09.2007 um 08:34
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