von Alexis Johann | 18.03.2008 | 17:58
Google darf nicht Gmail sagen
Es ist eine kleine, aber unangenehme Niederlage, die Google einstecken muss. Der Suchmaschinenbetreiber verlor einen Rechtsstreit vor der europäischen Markenbehörde.
Der 33-jährige deutsche Geschäftsmann Daniel Giersch betreibt seit vier Jahren ein Briefservice unter dem Namen G-Mail. Sein Claim lautet: "G-mail und die Post geht ab". Ähnliches tut Google auch - unter dem Namen Gmail bietet Google sein eMail-Service an.
"Der gemeinsame Element Gmail sei so ähnlich, dass es die Menschen irreführen würde, dass die beiden Marken denselben Ursprung hätten", so die Markenagentur im spanischen Alicante in ihrer Entscheidung. Für Giersch steht G-mail für seinen Nachnamen, er erhielt die Markeneintragung bereits im Jahr 2000. Google startete erst 2004 seinen Service. Die Markenrichter gaben der Argumentation der US-Firma damit nicht nach, die argumentiert hatte, dass es keine Verwechslungsgefahr gebe, da man das Service des deutschen ja inklusive Claim betrachten müsse. In Deutschland wird Google daher weiterhin den Namen GoogleMail verwenden müssen, so wie in Großbritannien auch, wo Google einen ähnlichen Rechtsstreit verlor.
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