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Dialog-backdrop Die Welt des Reisens ist im UmbruchReisen müssen künftig nicht nur individuell, sondern auch smart sein. Der „Traveller 2020“ lebt eine neue Reisekultur. Die Veranstalter sind darauf noch nicht vorbereitet. Die Reisegewohnheiten ändern sich grundlegend, die Welt des Reisens befindet sich im Umbruch. Die österreichischen Veranstalter sind gut beraten, sich bald neu zu orientieren. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Arthur D. Little-Studie über die Zukunft des Reisens. Die konventionellen Kundenprofile verlieren zunehmend an Bedeutung. Die Nachfrage nach Pauschalreisen wird sinken, stattdessen stellt sich der Kunde seine Reise aus einzelnen Komponenten selber zusammen. Smarte statt teurer Packages stehen ganz oben auf der Wunschliste. Der „Traveller 2020“ will sich bereits am Flughafen entspannen, trifft seine Freunde via Facebook im Internet - online ist er ohnehin immer - und bucht sowohl Billigfluglinie als auch Fünf-Sterne-Hotel. Auffallend ist der Abschied von der Ferne: „Die Attraktivität eines Reiseziels hängt künftig weniger von der Zahl der zurückgelegten Kilometer ab, als vom Nimbus der Destination“, sagt Stefan Höffinger, Managing Director von Arthur D. Little. So muss es nicht unbedingt Tokio oder New York sein. Städte wie Hamburg oder Amsterdam, die sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt haben, rücken wieder in den Fokus der Reisenden. Noch viel Aufholbedarf Die meisten heimischen Unternehmen müssen sich den neuen Trends erst anpassen. „Die veränderten Bedürfnissen können derzeit von den Anbietern oft nur rudimentär befriedigt werden“, sagt Höffinger. Mit der richtigen Positionierung und innovativen Produkten könne der Traveller 2020 jedoch „abgeholt werden“. Als einen der Trends nennt Höffinger sogenannte „Third Places“, wie das Wiener Museumsquartier oder den Amsterdamer Flughafen Schiphol, die im Angebot von Reiseveranstaltern nicht fehlen dürfen. Es handelt sich dabei um öffentliche Räume, die als persönliche Lebensräume genutzt werden. Höffinger empfiehlt den Veranstaltern, gezielt Kunden anzusprechen und technische Möglichkeiten zu nutzen. Die Voraussetzungen für die Reisebranche stimmen jedenfalls auch weiterhin: Reisen bleibt ein klarer Wachstumsmarkt, wenn auch die Steigerungsrate mit 4,3 Prozent in den nächsten Jahren nicht mehr so satt wie in der Vergangenheit (sieben Prozent) ausfallen soll. mehr Zeitung…
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