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OMV-Tochter baut sich eigene Stadt

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von Irina Frühmann | 29.09.2008 | 15:54

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OMV-Tochter baut sich eigene Stadt

Auf 20 Hektar soll in Bukarest ein neuer Stadtteil entstehen. Initiator des bis zu 800 Millionen € Projekts ist die OMV-Tochter Petrom, die sich dort ein Headquarter baut.

WB/Mayr

Gerhard Buchholz, Immochef der Petrom, baut Bürocampus mit Tower und Tankstelle

„In Rumänien reden zwar alle von der Immobilienblase und dass sie platzen könnte, noch ist aber nichts geschehen, die Preise steigen sogar und unser Projekt ist zum Glück solide finanziert“, sagt Gerhard Buchholz, Real Estate-Chef der rumänischen OMV-Tochter Petrom.

Das Projekt, von dem er spricht, gilt als eines der derzeit größten Entwicklungen Zentral- und Osteuropas: Auf einer insgesamt 20 Hektar großen Liegenschaft in Bukarest soll ein neues Stadtviertel entstehen.

Petrom  selbst baut sich auf mehr als vier Hektar davon ein weitläufiges, campusahnliches Headquarter. Neben einem Büroturm sollen unter anderem auch Garagen und eine Tankstelle entstehen.

Insgesamt 2500 jetzt noch auf mehrere Standorte verstreute Mitarbeiter werden spätestens ab 2010 dort zusammengefaßt. Das Investitionsvolumen alleine dieses Projektteils beträgt 90 Millionen €, sagt Buchholz.
 

RE kauft zehn Hektar

Außerdem wurden zehn Hektar des Areals an die österreichische Immobilienentwicklungsfirma Raiffeisen Evolution (RE) verkauft. Der Verkauf wurde als mehrstufiges Verfahren abgewickelt, bei dem 43 internationale Immogesellschaften eingeladen wurden.

Die Wiener  Immobilienmakler und Beraterfirma Spiegelfeld, die in Rumänien eine Niederlassung besitzt, hat den Verkaufsprozeß begleitet und geleitet.

Die Planungen für die insgesamt mehr rund 800 Millionen € teure Entwicklung laufen, sagt Spiegelfelds Rumänien-Chef Daniel Fuchs. RE will Büros und Wohnungen bauen, wobei Büros voraussichtlich mit 70 Prozent dominieren.

Ein Hotel ist ebenfalls geplant. Infrastruktur gibt es auf dem gesamten Areal bisher kaum. Im Zuge der Entwicklung sollen 3,2 Hektar Straßen entstehen, sagt Buchholz.
Der Bedarf nach modernen Wohnungen und Büros sei in Bukarest nach wie vor groß, sagt Makler Fuchs. „Rumänien ist immobilienmäßig der interessanteste aber schwierigste Markt der Region“, sagt Fuchs. Rumänien sei ein extrem hochpreisiges Land. Vor allem in der Hauptstadt seien die Grundstückspreise in den vergangenen Jahren explodiert. Aufgrund des steigenden Angebots habe allerdings eine leichte Abkühlung stattgefunden. „Aufgrund der angespannten Finanzmarktlage werden heuer und 2009  wohl nicht alle Firmen ihre geplanten Projekte bauen“, sagt Fuchs.
Banken seien restriktiver geworden. Fuchs: „Wenn die Konkurrenz weniger wird, steigt die Nachfrage nach den bestehenden Projekten“.

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