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Dialog-backdrop Ebay verlässt Österreich und die Powerseller testen AlternativenEcommerce: Trotz Schließung der Österreich-Niederlassung will Ebay heimische Powerseller weiter betreuen. Doch die Emanzipation der Händler geht weiter. Die Nachricht, dass Ebay zehn Prozent seiner Mitarbeiter noch mit Jahreswechsel entlassen werde, ließ die Aktie des Onlinemarktplatzes Montag nacht kurzfristig um sieben Prozent auf ein Fünf-Jahres-Tief fallen. Für Verunsicherung sorgen weniger die geschätzten Kosten der Entlassungswelle, der auch das österreichische Büro zum Opfer fällt, in der Höhe von 70 bis 80 Millionen. Die könnte eBay bei einem Quartalsgewinn von zuletzt 460 Millionen Dollar gut verkraften. Das Geschäftsmodell selbst steht zur Diskussion. Denn zeitgleich teilte Ebay mit, dass der Quartalsgewinn, der Mitte Oktober präsentiert wird, am unteren Ende der Erwartungen ausfallen werde. War die Vormachtstellung von eBay vor wenigen Jahren unumstritten, setzen erfolgreiche Online-Händler sukzessive alternative Verkaufsmöglichkeiten im Internet ein, auch in Österreich. Online-Auktionsexperte Alexander Zacke: „Inzwischen kann man jeden Webshop so aufstellen, dass er leicht im Internet gefunden wird. Und damit ist der Händler unabhängig." Wachstum gibt es im Versandhandel nur online und da abseits von Ebay, so der Bundesverband des Deutschen Versandhandels. Internetversender können 2008 um 38 Prozent mehr verkaufen und machen in Deutschland vier Milliarden Umsatz. Der Umsatz der Ebay-Powerseller geht dagegen um 39 Prozent auf zwei Milliarden € zurück. eBay konzentriert sich auf Paypal Der Rückzug von Ebay aus Österreich habe nichts mit mangelnden Erfolg zu tun, denn der sei europaweit spitze, betont Uschi Mayer, Sprecherin von Ebay.at. Doch es gebe eine Reihe von Synergien zu heben. So wird das Online-Marketing für Österreich zukünftig aus London, das Offline-Marketing aus Zürich und der Händlersupport aus Berlin kommen. „Die Betreuung der Powerseller bleibt vom Servicegrad gleich", verspricht Mayer. Ebay will nun das Zahlungsystem Paypal ausbauen und erwarb um 845 Millionen Dollar den Konkurrenten „Bill me Later". Dieses Service erlaubt es den Shoppern, die Zahlung gegen eine geringe Gebühr etwas hinauszuzögern, anstatt sofort mit Kreditkarte zu zahlen. Bill Me Later ist, anders als Paypal von Ebay, bei zahlreichen Versandhäusern, wie etwa Toys R Us im Einsatz. Insgesamt verwenden 75 der 200 größten US-Onlinehändler das System. Doch gerade der flächendeckende Einsatz von Paypal, ein geschäftsfeld, das bereits mehr als 25 Prozent zum Umsatz beiträgt. Für Ebay-Vorstandsvorsitzenden John Donahoe gehören die beiden Zahlungssysteme einfach zusammen. Powerseller öffnen eigene Shops Der Kauf, in der jetztigen Marktphase, sei eine "einmalige Gelegenheit". Denn "starke Gesellschaften würden jetzt noch stärker". Doch der starke Einsatz von Paypal erboste bereits einige Powerseller, die sich genötigt fühlen, den Umsatz von Ebay damit auf ihre Kosten treiben zu müssen. Und es könnte, wie einige mutmaßen, den Trend zu eigenen IT-Webshops und Online-Auktionen beschleunigen. „Für viele Händler ist Ebay zuletzt zu kompliziert geworden", sagt ein ehemaliger Powerseller aus Österreich. mehr Zeitung…
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