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Wirtschaftsermittler durchsuchen Immofinanz

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von Irina Frühmann/Kid Möchel | 25.11.2008 | 17:45

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Wirtschaftsermittler durchsuchen Immofinanz

Die Causa Immofinanz wird zum großen Wirtschaftskrimi. Die Staatsanwaltschaft kurbelt die Ermittlungen an. Petrikovics und Thornton kooperieren mit den Behörden. Unterlagen wurden beschlagnahmt und EDV-Daten gesichert - die Kriminalpolizei muss Berge an Daten sichten.

Der mutmaßliche 500-Millionen-€-Anlegerskandal um die Immofinanz AG und ihren früher gefeierten Vorstandschef Karl Petrikovics erlebte am Dienstag einen filmreifen Höhepunkt.
Rund 30 Ermittler der Kriminaldirektion 1, Referat 3, schwärmten, zum Teil begleitet von Mitarbeitern der Finanzmarktaufsicht (FMA), zu konzertierten Hausdurchsuchungen aus, die erst gegen 16 Uhr beendet wurden. Ziel der Such- und Sammelaktion im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wien (Akt 611 St 25/08x) waren die Immo­finanz-Büros am Wiener Gaudenzdorfer Gürtel und in der Bankgasse in der Wiener Innenstadt sowie die Adressen des Ex-Immofinanz-Managers Karl Petrikovics und von dessen früheren Adlatus Christian Thornton.

Daten gesichert

Die Ermittler-Trupps wiesen sogenannte Durchsuchungsanordnungen vor, das sind die Hausdurchsuchungsbefehle nach der neuen Strafprozessordnung, die zuvor von einem Haft- und Rechtsschutzrichter des Landesgerichts Wien (Akt 343 Hr 465/08p) abgesegnet worden sind. Drei Verdächtige werden in der Anordnung angeführt: Ex-Immofinanz-Boss Karl
Petrikovics, Ex-Vorstand Christian Thornton und der Immobilien-Beteiligungs-AG-Aufsichtsrat Christian Novotny. Detail am Rande: Wirtschaftsuniprofessor Novotny dementierte umgehend ein Tete à tete mit der Polizei. Fakt ist auch: Für alle gilt die Unschuldsvermutung.

Dem Vernehmen nach hatten die als penibel bekannten Wirtschaftsermittler aus der Wiener Wasagasse ihre Datensicherungstruppe im Schlepptau, die die „ganze EDV der Immofinanz überspielte und zahlreiche Unterlagen beschlagnahmte", darunter Teile der Buchhaltung.
Sie hatten es unter anderem „auf ganz bestimmte Immofinanz-Unterlagen" abgesehen, die laut Insidern als verschwunden gelten.

Insgesamt wird laut Staatsanwaltschaft Wien gegen fünf Personen ermittelt, darunter sind zwei Frauen. Neben einer Sachverhaltsdarstellung der Finanzmarktaufsicht, einem Vorortprüfbericht der OeNB, einer umfangreichen Sachverhaltsdarstellung des Ex-Vorstands Christian Thornton, liegt auch eine brisante „Sachverhaltsmitteilung" des Neo-Immofinanz-Vorstands Thomas Kleibl im Ermittlungsakt. Diese Anzeige in Sachen „Altlasten-Sanierung" stammt aus der?Feder des renommierten Wiener Anwalts Werner Sporn.

Petrikovics kooperiert

„Herr Petrikovics wird sich weiterhin völlig kooperativ verhalten", bestätigt Wolfgang Brandstetter, renommierter Wirtschaftsstrafrechtler und Anwalt von Petrikovics, dem WirtschaftsBlatt. Petrikovics sei „auf eigenen Wunsch" Ende vorletzter Woche einvernommen worden, und habe dabei „alles offengelegt, was zur Aufklärung dient". ­Etwaige Betrugs und Untreue-Vorwürfe bestreitet er.

Auch Ex-Vorstand Thornton soll bereits umfassend von den Ermittlern einvernommen worden sein. Dem Vernehmen nach hat auch er den Ermittlungsbehörden seine volle Kooperation angeboten.

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4 Kommentare

WIE KRANK MUSS EIN MENSCH EIGENTLICH SEIN DER BIS JETZT NOCH NICHT KAPIERT HAT DASS TAUSENDE ARBEITENDE SPARER IN EIN ANGEBLICH MÜNDELSICHERES UNTENEHMEN INVESTIERT HAT - GELD FÜR DIE ZUKUNFT UND UNSERE KINDER ......der findet dass noch immer lächerlich....gibt´s jetzt Zecken??????

Ich frage mich eigentlich was eine Familie mit soviel Geld macht - Hunderte Millionen Euro - wie gierig und krank muss ein Mensch sein um dass alles in Kauf zu nehmen - dass Menschen nach Jahren noch sagen dass ist dieser Ar... oder dass sind die Kinder von diesem gierigen Ar.......!!

Von Gast: Gast: ossi am 26.11.2008 um 13:24

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Der PETRIKOVICS-Clan

Im Oktober wurde Beatrix Petrikovics (gemäß Wirtschaftsblatt eine Steuer-Expertin und Ehefrau von Karl P.) aus diversen Firmenbucheintragungen gelöscht.
Auch hier wäre von der Staatsanwaltschaft einiges zu hinterfragen.

Von Gast: Gast: Gast am 26.11.2008 um 11:44

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Dass ist aber jetzt "schnell" gegangen mit diesen Hausdurchsuchungen !?!?!?

das kommt mir vor als würde man für den Winter 2008/2009 im Sommer 2009 Salz streuen !!

Von Gast: Gast: Betroffener am 25.11.2008 um 23:42

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Re: Bingo!!

Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen, eine eigene Wortmeldung zu posten. Ich finde den Vergleich mit der Salzstreuung einfach treffend!! Der Aktenvernichter war einfach wieder schneller. Betrügovic uns Co. sind wieder die Nasenlänge voraus! Die österr. Gesetzgebung bzw. Gerichtsbarkeit ist ein zahnloser Tieger. Da wird "Volksvermögen" veruntreut und man schläft...! Siehe auch AvW und die Vorgangsweise bei der Haus-durchsuchung!!!! "Aber klau mal etwas im Geschäft, dann wirst sehen wie schnell reagiert wird!

Von Gast: Gast: Atron am 26.11.2008 um 17:40

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