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Leitartikel: Atomkraft? Ja, wohl oder übel

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von Michael Laczynski | 08.01.2009 | 16:00

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Leitartikel: Atomkraft? Ja, wohl oder übel

Ein AKW ist hochgefährlich und produziert strahlenden Abfall, der bis zum Sankt- Nimmerleins-Tag gebunkert werden muss. Doch die Luft wird nicht verpestet.

WB/Peroutka

Zitiert

Michael Laczynski

Denn die Abhängigkeit von Öl und Gas ist noch gefährlicher

In einer idealen Welt wäre die obige Überlegung nicht notwendig. In einer idealen Welt würden sich nämlich Russland und die Ukraine gut vertragen und nicht alle Jahre wieder Pipeline-­Monopoly auf Kosten ihrer frierenden Kundschaft spielen. Ein preisdiktierendes Erdölkartell gebe es ebenso wenig wie den Klimawandel, die Chinesen könnten ihre Kraftwerke allesamt mit Bio-Abfällen befeuern und die Automobilhersteller effiziente Elektroflitzer produzieren, die ihrerseits nur sauberen Strom aus den Steckdosen saugen würden. Mo­derne Kohlekraftwerke mit Null-Emission würden für ­umweltschonende Energie sorgen, flankiert von großflächigen Windparks und Solaranlagen. In so einer Welt gebe es keinen Platz für die Kernkraft.

Doch leider ist die Welt, in der wir leben, nicht ­ideal. Die Crux mit dem Elektroauto ist die Batterie, die derzeit für einen durchschnittlichen Pkw rund 7000 € kostet, bei einer Reichweite von 100 bis 150 Kilometer. An der sogenannten „sauberen Kohle“ wird schon seit längerer Zeit gearbeitet, die vorhandene Technologie ist teuer und kann nur an geologisch günstigen Orten eingesetzt werden. Für die chinesische Führung, die mit aller Gewalt die industrielle Modernisierung des Landes vorantreibt, kommt sie schon alleine aus Kostengründen nicht in Frage. Alternative Energiequellen wie Solar- oder Windkraft können derzeit (noch) nicht konstant Strom generieren, wie es die Industrie benötigt. Und auch die Tatsache, dass die größten Öl- und Gasvorräte von autoritären Regimes kontrolliert werden, lässt sich nicht ändern.

Was also tun? Zunächst einmal gilt es, den Verbrauch zu reduzie­ren. Das Potenzial ist enorm, ­angefangen bei besserer Wärmedämmung, über ­effi­zientere Motoren, bis hin zu sparsamen Glühbirnen. Dann muss die Entwicklung sauberer Energiequellen forciert werden. Wer aber den CO2-Ausstoß der Umwelt zuliebe senken und gleichzeitig die Abhängigkeit von Russland und Co. verringern will, kommt an der Kernkraft nicht vorbei.

Zugegeben: Ein AKW ist potenziell hochgefährlich und produziert strahlenden Abfall, der bis zum Sankt- Nimmerleins-Tag gebunkert werden muss. Doch im Gegenzug wird die Luft nicht verpestet. Und die ­Reaktoren der neuen Generation, wie sie derzeit etwa in Frankreich entwickelt werden, versprechen deutlich weniger radioaktiven Müll. Die optimale Lösung sind sie sicherlich nicht. Doch wir leben auch nicht in der besten aller Welten.

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9 Kommentare

Was, bittschön, soll an einem üblichen AKW potenziell hochgefährlich sein?

Ist ja lustig, so eine Behauptung in den Raum zu stellen, ohne sie zu begründen. Trotz des tragischen Unfalls von Tschernobyl (die Folge menschlichen Versagens) ist die Kernenergie immer noch eine der absolut sichersten Großtechnologien, die der Mensch je erschaffen hat. Und sie wird von Jahr zu Jahr sicherer. Kein Vergleich mit den Opferzahlen anderer Großtechnologien. (Luftverkehr, Autoverkehr) Und sie verpestet weder die Luft, noch verschandelt und zerstört sie Landschaften, wie es zB Wasserkraftwerke tun. Und was, wenn eine Staumauer bricht, was auch schon mehrmals passiert ist?

Von Gast: Gast: Anatol der Schöne am 12.01.2009 um 21:24

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Doch leider ist die Welt, in der wir leben, nicht ­ideal.

Das ist leider richtig, aber mit einem Unfall in der Atomkraft gibt es für uns danach gar keine Welt mehr. Aber Ärzte sehen die Welt eben anders als Techniker und werden von der Realität täglich darauf hingewiesen, dass es Dinge gibt die nicht zu beherrschen und zu kontrollieren sind.

Von Gast: Gast: Gast am 12.01.2009 um 16:36

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Mir geht das Geimpfte auf..

..wenn ich das Wort "Windkraft" schon höre. Bitte daher nur kurz um eine Erklärung wie ich das verstehen soll:
"Solar- oder Windkraft können derzeit (noch) nicht konstant Strom generieren"
Ich denke, dass es z.B. auch morgen noch nicht so weit ist, dass der Wind dauernd und in ausreichender Stärke weht.
Und noch was: Es gibt heute keinen Standort mehr wo sich die Leute, und das zurecht, nicht sofort zusammenschließen um gegen diesen Unsinn von Winkraftanlagen aufzutreten. Nicht einmal die größten Lobyisten können hier noch was ausrichten.
Im Übrigen finde ich den Artikel sehr gut.

Von Gast: Gast: Franz am 12.01.2009 um 13:50

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Danke für so viel Nichtwissen in einem Wirtschaftsmagazin (!)

In Österreich noch unbekannt - siehe heutige TV-Diskussion sog. "Experten", daher bitte informieren - nichts für Atom-Lobbyisten - cklicken: http://www.desertec.org/de/concept.html

Eenrgie in Hülle u. Fülle um 3-4 Cent/Kwh, Übertragung mit lediglich 10% Verlust - neue Leiter... Kombiniertes Konzept aus E-Sparen + Alternative Energien + Solar-Thermokraftwerke - viva High-Tech - Archimedes! Sogar von der Atom- EU befürwortet- weil einfach unschlagbar gut u. fundiert entwickelt!

Von Gast: Gast: renato am 12.01.2009 um 02:31

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schöne illusion

und der brennstoff für die akw's wächst auf den bäumen.

Von Gast: Gast: ai am 11.01.2009 um 21:52

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Wohl oder übel

Das Einzige was anscheinend nachhaltig mittels Windräder erreicht wurde ist die großflächige Naturzerstörung Ostösterreichs.

Von Gast: Gast: mayer90 am 09.01.2009 um 10:38

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Re: Und ein massenhaftes Vogelsterben.

Windräder sind die reinsten Vogelkiller. Windräder sind in der Weltanschauung dieser Tiere einfach nicht vorgesehen.

Von Gast: Gast: Anatol der Schöne am 12.01.2009 um 21:26

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Re: Stimmt zu 99%

Einzige Ausnahme: Die Bauern, die dafür ihr Ackerland vermieten, verdienen sich an den Windrädern "nachhaltig" dumm und dämlich. Die haben nämlich Mietverträge bis zu 20 Jahren abgeschlossen. Kein Problem, der kleine Stromkunde zahlt es ja über die gesetzlich garantierten Förderungen.

Von Gast: Gast: franz am 12.01.2009 um 14:00

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Weise Erkenntnis!

Nicht zu vergessen, daß es längst die Erfindung des Hochtemperaturreaktors gibt, der einige Probleme der Uran- Reaktoren löst. Außerdem ist Thorium als Brennmaterial weit (2 -3 x) häufiger vorhanden als Uran.

Da aber bei uns und in Deutschland der Strom eh aus der Steckdose kommt, warten wir lieber, bis wir in die Energiekrise schlittern.
Neuerungen sind nämlich Teufelsblendwerk und gehören verboten....

Von Gast: Gast: schwarzepest am 08.01.2009 um 23:50

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