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Nachhaltigkeit im Handel ist bald ein Muss

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von Thomas Pressberger | 22.01.2009 | 16:50

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Nachhaltigkeit im Handel ist bald ein Muss

Laut einer A.T. Kearney-Studie führt an nachhaltig hergestellten Produkten künftig kein Weg vorbei. Österreich hat gegenüber Deutschland bereits die Nase vorne.

WB/Draper

Mirko Warschun, Partner bei A.T. Kearney in München: „Nachhaltige Produkte sind längst keine Nische mehr“

Nachhaltig hergestellte Produkte verzeichnen im Lebens­mittelhandel derzeit Wachstumsraten von zehn bis 15 Prozent – und das soll sich auch in den kommenden Jahren nicht ändern. Mittelfristig wird dieses Thema für Unternehmen nicht nur zu einer Frage des „Wollens“, sondern des „Müssens“, denn mit zehn Prozent Marktanteil ist Nachhaltigkeit längst keine Nische mehr.

Das ergibt eine Studie des Unternehmensberaters A.T. Kearney gemeinsam mit der Universität Köln. „Nachhaltige Lebensmittel werden ein Kernbestandteil des Sortiments, so wie heute die Frischeabteilung“, sagt Mirko Warschun, Partner bei A.T. Kearney München. Bio-, Fairtrade- oder CO2-arm produzierte Produkte erwartet der Kunde künftig beim Diskonter genauso wie im Supermarkt.

Interessierte Kunden

Für die Unternehmen bedeutet das Chance und Herausforderung zugleich: „Sie müssen den höheren Preis, den Nachhaltigkeit teilweise noch kostet, beim Kunden durchsetzen“, sagt Warschun. Zusätzlich sind Investitionen in die Filialen, Kommunikation mit den Kunden und Schulungen für die Mitarbeiter nötig. Laut Warschun zahlt sich das  aus: „In sechs bis 24 Monaten haben sich die Investitionen normalerweise amortisiert“, so der Experte.

Am ausgeprägtesten sei das Interesse bei den 35- bis 50-Jährigen. „Bei den Jüngeren mangelt es häufig an der Kaufkraft oder am Bewusstsein, ältere Menschen haben oft eingespielte Gewohn­heiten“, sagt Warschun.

Bei der in Österreich, ­Deut­schland und der Schweiz durch­geführten Studie zeigte sich, dass die Alpenländer bei diesem Thema die Nase vorne haben. Warschun: „Österreicher und Schweizer haben Nachhaltigkeit schon länger im Fokus.“ Die Zusammenarbeit zwischen Ministerien und Handelsketten sei stärker ausgeprägt als in Deutschland, auch Produkte aus der Re­gion wären stärker vertreten. Der deutsche Markt sei dafür „standardisierter“.

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1 Kommentar

... und was sind "Nachhaltig hergestellte Produkte"?

Gibt es Beispiele?

Von Gast: Gast: Der liebe Edi am 23.01.2009 um 09:54

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