Jetzt stellt die Bundessimmobiliengesellschaft (BIG) Details zu dem angekündigten großen Konjunktur-Belebungspaket vor: Demnach wird sie heuer Bauprojekte im Wert von 200 Millionen € vorgeziehen, 2010 dann Projekte im Wert von 675 Millionen €.
Dem Paket liegt ein Regierungsbeschluss vom November 2008 zugrunde, wonach die BIG, die Schulen, Amtsgebäude, Universitäten usw besitzt, Bauaufträge im Wert von insgesamt 875 Millionen vorziehen soll, um so die Wirtschaft anzukurbeln.
Im Rahmen des Pakets werden drei Bereiche forciert: Konkret werden 80 Millionen € in die Instandhaltung von bestehenden Gebäuden fliessen, 300 Millionen € in die thermische Sanierung und 495 Millionen € in Entwicklungsprojekte.
Alle diese Maßnahmen erfolgen zusätzlich zum laufenden BIG-Geschäft, sagt BIG-Geschäftsführer Wolfgang Gleissner, der gemeinsam mit Big-Chef Christoph Stadlhuber die Maßnahmen im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte. Die BIG führe generell pro Jahr 5000 Sanierungen im Wert von rund 140 Millionen € aus. Im Zuge des Konjunkturpakets würden zusätzliche 1500 Sanierungen in Auftrag gegeben, es handle sich um Dachsanierungen, Erneuerung von Installationen und Ähnlichem.
Im Bereich thermischer Sanierung seien 170 Projekte in der engeren Wahl, welche Vorhaben letztendlich vorgezogen werden, entscheide sich im April. Die Regierung habe die Projekt-Vorschlag-Liste der BIG erhalten und müsse nun die in Frage kommenden Vorhaben auswählen, sagt Gleissner.
Anleihe naht
Finanziert werden soll das Paket von der BIG und zwar zum Großteil über Anleihen: Die Finanzierung könnte laut Gleissner „noch spanned“ werden. Denn das Triple-A-Rating der Republik Österreich sei für die hundertprozentige Staatstochter BIG zwar hilfreich, andererseits sei langfristiges Kapital mit einer Laufzeit von 25 Jahren auch für die BIG nicht zu bekommen, man rechne mit Laufzeiten von zehn bis zwölf Jahren, sagt Gleissner.
Die Bauindustrie zeigt sich mit dem Paket zufrieden. Industrie-Sprecher und Porr-Chef Wolfgang Hesoun: „Damit können Auftragseinbrüche im privaten Bereich weitgehend ausgeglichen werden“.