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Dialog-backdrop Quelle intakt - Heute wird neues Konzept präsentiertDie Linzer Quelle AG ist von der Insolvenz der Konzernmutter Arcandor und der deutschen Quelle GmbH betroffen. Doch die Linzer haben derzeit ausreichend Liquidität. Essen/Linz. Seit 2007 schleppte sich der börsenotierte deutsche Handels- und Versandhandelskonzern Arcandor (Karstadt, Primondo, Quelle) mit vielen wirtschaftlichen Krankenheiten dahin, jetzt führte kein Weg mehr an der Pleite vorbei. Am Dienstag hat nicht nur der Mutterkonzern Arcandor beim Amtsgericht Essen einen Insolvenzantrag eingebracht, auch die Töchter Karstadt Warenhaus GmbH, die Primondo GmbH und die Quelle GmbH mussten den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Grund: drohende Zahlungsunfähigkeit. Detail am Rande: Die Tourismussparte Thomas Cook ist nicht direkt betroffen. Keine Eigenmittel Zwar versuchten die Arcandor-Vorstände noch die deutsche Bundesregierung um Geld anzupumpen, doch daraus wurde nichts. Denn die Arcandor-Kernaktionäre hätten zuerst rund 150 Millionen € einschießen müssen, um eine Unterstützung der öffentlichen Hand auszulösen. Rund 56.000 Arbeitsplätze des angeschlagenen Handelskonglomerats wackeln kräftig. Zur Versandhandelssparte Quelle in Fürth gehört die Quelle Österreich mit Sitz in Linz. Laut KSV1870 beschäftigt das Versandhaus hierzulande rund 938 Mitarbeiter. "Die große Frage ist, wie wirkt sich das zentrale Cash-Pooling bei Quelle auf die Österreich-Tochter aus", fragen sich Brancheninsider. Die Führungsriege der Linzer Quelle AG um Vorstandschef Wolfgang Binder befindet sich derzeit in Essen. Am Mittwoch soll es zur Zukunft der Versandsparte eine offizielle Stellungnahme geben. Liquidität gesichert "Ja, es gibt Cash Pooling im Konzern, aber die Quelle in Linz hat keine Ergebnisabführungsverträge", sagt Quelle Österreich-Chef Wolfgang Binder im Gespräch mit dem WirtschaftsBlatt. "Die Quelle in Linz legt das Geld zinsbringend an. Wie viel Geld wir anlegen ist, unsere Sache." Nachsatz: "Sie können davon ausgehen, dass die Quelle Linz mit genügend Liquidität ausgestattet ist und die Mittel ausreichen, um den Geschäftsbetrieb für die nächste Zeit aufrechtzuerhalten." Die Linzer Quelle AG hat im vergangenen Geschäftsjahr ihr EGT auf knapp 7,04 Millionen € mehr als verdoppelt. Die Eigenkapitalquote soll mehr als 30 Prozent betragen. Laut Binder sei der Warenstrom aus Deutschland derzeit nicht unterbrochen, es werde von der Zentrale ganz normal geliefert. "Nur die Lieferanten liefern aktuell nicht, weil sie von den Warenkreditversicherern nicht gedeckt werden", bestätigt Binder. "Am Mittwoch ist dieser Spuk wieder vorbei." In den nächsten drei Monaten wird Arcandor dem sogenannten "vorläufigen Insol-venzverfahren" unterworfen. In der Zeit wird Arcandor bzw. die Quelle GmbH von lästigen Kosten, darunter Löhne und Gehälter, befreit, die der Insolvenzfonds zahlt. "Sie müssen sich vorstellen, welche Liquidität dadurch bei rund 56.000 Mitarbeitern zusammenkommt", sagt Binder. "Was wir vorhaben, ist intern bekannt, aber extern noch nicht kommuniziert. Es gibt aber am Mittwoch um 14.00 Uhr in Essen Gespräche mit allen Geschäftsführern. Denen wird das Konzept erstmals vorgestellt." Nachsatz: "Alles, was ich bisher weiß, beruhigt mich zunächst." mehr NEWSTICKER…
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