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Coup: Blackstone angelt sich den Gerresheimer-Chef für D-A-CH

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von Leo Himmelbauer | 09.02.2010 | 15:56

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Coup: Blackstone angelt sich den Gerresheimer-Chef für D-A-CH

Fast 20 Jahre im Top-Management des deutschen Glasherstellers Gerresheimer sind genug: CEO Axel Herberg scheidet mit Juni aus. Er wird Chef eines renommierten Finanzinvestors für Deutschland, der Schweiz und Österreich

Die Rochade an der Spitze von Gerresheimer (9400 Mitarbeiter, eine Milliarden € Umsatz) kommt unerwartet. Der 51-jährige CEO Axel Herberg verzichtet auf eine Neubestellung. Er wird mit Ende Juni ausscheiden. Der Aufsichtsrat bedauert dies außerordentlich. Als Nachfolger wurde Uwe Röhrhoff nominiert.

Herberg, der in den Gerresheimer Aufsichtsrat einziehen soll, sieht den Konzern hervorragend aufgestellt. "Die Strategie der Fokussierung auf Pharma & Healthcare mit weltweit marktführenden Positionen hat sich gerade in der Krise bewährt. Bei Uwe Röhrhoff, mit dem ich fast zwanzig Jahre eng zusammen arbeite, ist das Unternehmen in den besten Händen", sagte er.

Das Rätselraten über seinen künftigen Hauptjob dauerte eine knappe Stunde. Dann meldete US-Finanzinvestor Blackstone, einer der weltweiten Top-Player, dass Herberg ab Herbst das Private-Equity-Geschäft in der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) verantworten wird - als Senior Managing Director mit Sitz in Düsseldorf.

Stephen A. Schwarzman, Chairman and Chief Executive Officer von Blackstone: "Herberg blickt auf eine herausragende Karriere als Berater und im Top-Management zurück. Vor allem in der Zeit, in der wir bei Gerresheimer investiert waren, haben wir sehr eng mit ihm zusammengearbeitet. Herberg steht für strategische Wertsteigerungen ebenso wie für Verbesserungen im operativen Geschäft von Gerresheimer. Das passt ausgezeichnet zum Private-Equity-Geschäftsmodel von Blackstone. Aus unserer Sicht gibt es attraktive Investitionsmöglichkeiten in Deutschland, der Schweiz und Österreich: Wir freuen uns, dass Axel Herberg künftig unsere Aktivitäten in diesen Ländern führt."

Gerresheimer hat im Vorjahr den Gewinn von 4,5 auf sieben Millionen € erhöht, die Nettofinanzschulden um 48 auf 373 Millionen € gedrückt und 86,4 Millionen € investiert. Eine Dividende wird nicht ausgeschüttet.

Heuer sollen 75 bis 80 Millionen € investiert werden.  

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