von Ursula Rischanek/Niederösterreich | 09.02.2010 | 16:29
Industrie rechnet mit schwierigem Jahr
Niederösterreichs Industrie hat sich auf einem niedrigen Niveau stabilisiert - eine mögliche Konjunkturerholung wird nach wie vor mit sehr viel Vorsicht gesehen.
Michaela Roither fürchtet, dass die Folgen der Wirtschaftskrise heuer am Arbeitsmarkt voll durchschlagen
St. Pölten. Die von der Wirtschaftskrise schwer getroffene niederösterreichische Industrie rechnet auch 2010 mit einem extrem herausfordernden Jahr. „Die aktuellen Daten weisen auf eine Stabilisierung auf sehr niedrigem Niveau hin, von einem Aufschwung kann aber leider noch keine Rede sein", fasst die Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung Niederösterreich, Michaela Roither, die Ergebnisse der Konjunkturbefragung zum vierten Quartal 2009 zusammen.
Im Vergleich zum Vorquartal hat sich die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage aber verbessert. Immerhin 19 Prozent bezeichnen diese im letzten Quartal 2009 als „gut", 29 Prozent der befragten Unternehmen schätzen sie als „schlecht" ein. Im dritten Quartal war die Geschäftslage noch von 54 Prozent negativ beurteilt worden. Der Saldowert hat sich damit weiter um 38 Prozentpunkte verbessert, liegt aber dennoch mit zehn Prozent im negativen Bereich. Erholt hat sich auch die Einschätzung bezüglich der Auftragsbestände.
Als Risiken für einen möglichen Aufschwung nennen die Unternehmer die Entwicklung der Finanzmärkte, eine Schwäche des US-Dollars oder das Auslaufen der Einmaleffekte der Konjunkturpakete. Mit negativen Entwicklungen rechnen die Befragten bis zm Sommer sowohl bei Geschäftslage als auch dem Ertrag. Ein weiteres Sorgenkind ist der Arbeitsmarkt.
Sorge um Jobs
Für die nächsten drei Monate erwarten 48 Prozent der befragten Unternehmen aber eine Abnahme der Beschäftigten, 51 Prozent gehen von einem gleichbleibenden Stand an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „Die vollen Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt werden sich somit im Laufe des heurigen Jahres zeigen", fasst Roither zusammen.
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