Boeing ließ neuen Riesen-Jumbo-Jet fliegen
Der US-Flugzeugbauer Boeing hat nach langer Verzögerung erstmals den bisher größten Jumbo-Jet seiner Baureihe 747 abheben lassen. Die Frachtversion der 747-8 - fünfeinhalb Meter länger als die "klassische" 747-400 - absolvierte am Montag erfolgreich den ersten dreieinhalbstündigen Testflug. Die Aktie des Airbus-Konkurrenten notierte zum Handelsauftakt in New York gut zwei Prozent im Plus.
Die 747-8 ist ein neuer Meilenstein in der 747-Familie - sie ist das größte Zivilflugzeug, das Boeing jemals gebaut hat. Die 747 ist seit 1969 in Betrieb und das bekannteste Flugzeug des US-Flugzeugbauers. Die neue Version ist mit neuen Triebwerken ausgestattet, auch die Flügel wurden überarbeitet. Laut Boeing ist das Modell spritsparender als das riesige Airbus-Konkurrenzmodell A380 und auch günstiger in der Unterhaltung. Die Frachtversion der 747 kann 16 Prozent mehr Ladung transportieren als die bisherige Version, in die Passagierversion passen 51 Fluggäste mehr und bietet maximal 467 Passagieren Platz, in den A380 passen 525.
Boeing hatte den Erstflug des zunächst in der Frachtversion gebauten Großraumjets im vergangenen Jahr zweimal verschoben. Der erste Kunde soll das neue Modell Ende des heurigen Jahres erhalten - ursprünglich war eine Erstauslieferung für Ende 2009 geplant. Für den Frachter liegen 76 Bestellungen vor, für das Passagierflugzeug 36. Die Listenpreise liegen bei 293 Millionen und 308 Millionen Dollar (213 und 224 Mio. Euro).
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